30.8. Östliche Knotenspitze (3101m)

Nach dem nicht so interessanten Schlechtwetterprogramm in der bisherigen Woche (Klettern und Laufen), war heute wieder eine lässige feine Bergtour dran.

die genaue Wegbeschreibung -> hier

ca. 100-150 Höhenmeter unterhalb des Gipfel fangen die ersten Schneeflecken an; erst bei den letzten Höhenmetern muss man kräftig durch den Schneee stapfen. Jedoch mit der nötigen Vorsicht und Trittsicherheit ist es auch bei diesen Bedingungen überhaupt kein Problem, den Berg zu besteigen; die schwierigsten Stellen sind seilversichert, dadurch ist es ein leichter, aber mit ca.1900 Höhenmeter konditionell anstrengender 3000er.

Leider hatten wir aufgrund des dichten Nebel am Gipfel keine Fernsicht. Erst beim Abstieg lichtete sich dieser, und ich konnte ein paar halbwegsbrauchbare Fotos schießen.

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24.8. Rumer Nadel (1382m)

Am Abend studierte ich kurz die wenigen Berichte, die über die Rumer Nadel im Internet existieren. notwendige Ausrüstung: 60 Meter Seil, 10 Expressen, Reversor und Repschnur zum Abseilen und 2 Bandschlingen.

Mit dem Rennrad über den Arzler Schiesstand auf den Rechenhof; dort versteckte ich das Rad im Wald und stieg gemütlich weiter zur Rumer Alm. 10 Minuten später traf dann mein Kletterpartner Max ein, der den Aufstieg mit dem Mountainbike hintersich gebracht hatte. Nach der Alm folgt man der Forststraße bis dieser vor einem großen Graben endet. Die Abzweigung zur Vintlalm ignoriert man. Ca. 10 Minuten nach der Alm, kommt man dann schon zu dem Hinweisschild.

IMG_20130824_104040Wir betrachteten den Steig, der immer querend zur Nadel hinüberführt und erkannten, dass der erste Hang durch ein Unwetter abgerutscht ist. Deshalb entschieden wir uns einen anderen Weg zu suchen. Wir stiegen den Roland Schuster Steig hinab, bis wir zu den Ausläufern des Grabens kamen (genau beim Hinweistafel 1000 Meter Seehöhe). Ein Einheimischer meinte, dass bei dem Graben ein Steig zur Nadel geben sollte. Das Problem war, dass wir diesen Steig nicht gefunden hatten. So kraxelten wir den Graben hinauf, als Notlösung sozusagen. Am Anfang war es noch angenehmes Gehgelände. Je weiter wie aufstiegen desto schwieriger wurde es, auch leichte Kletterstellen waren dabei. Nach einer Stunde teilte sich der Graben, beim westlichen war ein Aufsteigen aufgrund dem Gelände nicht möglich, obwohl wir uns sicher waren, dass dies die richtige Rinne war. Da blieb uns nichts anderes übrig als die östliche zu nehmen und zu versuchen weiter oben wieder nach Westen zu queren. Von da an, begann das richtige Erlebnis! 3er Kletterstellen, Queren von großen glatten schottrigen Platten, schwierige Schotterreisen. Die Tortur hat uns viel Kraft und Konzentration gekostet. Auch unsere Wasservorräte gingen dem Ende zu, wir waren nicht auf eine so lange Tour eingestellt. Der Abstieg zur Nadel war um einiges schwieriger als der Aufstieg. Bald stellten wir fest, dass ein weiteres Absteigen in dem vorgefundenen Gelände zu gefährlich wäre. Ein Ausrutscher hat man hätte sich 100 Meter weiter unten vorgefunden.

Seil wurde ausgepackt. Bäume als Fixpukte ausgesucht und schon starten wir mit dem Abseilen. Es funktionierte super. Nach 3 mal Abseilen erreichten wir sicher den Einstieg. Die selbstauferlegte Qual hat ein glückliches Ende gefunden 🙂 Insgesamt brauchten wir 3 Stunden für diesen Umweg durch das weglose Gelände. Wir waren dementsprechend richtig erleichtert, dass wir am Ziel ankamen!

der ungefähre Wegverlauf

der ungefähre Wegverlauf

Zur Kletterroute (Einseilroute): Der Max stieg vor, ich kletterte nach. Es war maximal eine IV-Stelle drinnen, sonst nur III-Stellen, Die Route ist durch Bohrhaken, zementierte Haken und durch Schlingen relativ gut abgesichert worden. Außerdem befindet sich am Gipfel ein Ring um sich wieder sicher abzuseilen. Am Gipfel entdeckten wir, dass sich auf der Südseite noch eine weitere Aufstiegsroute befindet. Diese schaut viel schwieriger aus. Da wir durch diesen gewaltigen Umweg unsere Motivation verloren hatten, versuchten wir diese Route auch nicht mehr.

Um wieder zur Rumer Alm zu kommen, versuchten wir es doch wieder über den ursprünglichen Steig. Zurück über die Aufstiegsroute wäre nur durch ständiges Abseilen möglich gewesen. Wir kamen schnell zum abgerutschten Abhang und zu unseren Überraschung -eher Grant auf uns selbst – stellten wir fest, dass man den Abhang problemlos umgehen konnte. Von oben hatten wir die Umgehung nicht erkannt. Das ist im Nachhinein mehr als nur ärgerlich…

Von diesen Strapazen erholten wir uns bei einem guten Essen auf der Rumer Alm (Der Kuchen ist echt Top!). Vor der Tour dachten wir, dass es eine gemütliche Vormittagsrunde wird, daweil wurde es eine Top 3 Tour von der Anstrengung und Gefährlichkeit in der bisherigen Saison 😉

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da waren wir noch zuversichtlich

da waren wir noch zuversichtlich

wird immer schwieriger

wurde immer schwieriger

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selbe Stelle blick nach oben

selbe III-Stelle, Blick nach oben

glatte Platten

glatte Platten

Max versteckt sich in der Höhle ;)

Max versteckt sich in der Höhle 😉

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das liabste Gipfelbuch :)

das liabste Gipfelbuch 🙂 – laut Gipfelbuch waren wir die 8., die heuer die Nadel erklommen hatten

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