30.11. Hechenberg – Überschreitung

Nachdem ich in den letzten Wochen Krankheits- und Unibedingt (auch angehende Juristen müssen mal auf die Uni^^) aussetzen musste, schaffte ich es heute doch noch eine richtig lässige Bergtour zu bestreiten. Rainer und Manuel begleiteten mich bei einer der abgeschiedensten Touren in Innsbruck- Umgebung.
Ausgangspunkt war der Bahnhof Kranebitten. Beim Eingang der Klamm gehts über vielen Serpentinen in angenehmer Steigung hinauf. Nach ca. 400Höhenmeter (kurz vor der Seilsicherung am Schleifwandsteig) zweigt unscheinbar auf der linken Seite ein schmaler Steig ab. Das gelbe Hinweisschild „Hechenberg – Nur für Geübte“ befindet sich unglücklicherweise auf der Rückseite eines Baumes, so dass man leicht daran vorbei gehen kann. Ab der Abzweigung geht der Steig richtig los. Über extrem steiles Gras-Gelände mit atemberaubenden Tiefblicken in die Klamm schlängelt sich der Weg auf das Hechenbergl (1411m), welches nur mit einem schmalen Grat mit dem restlichen Hechenbergmassiv verbunden ist. Alte und verwahrloste Seilsicherungen helfen in den steilsten Stellen. Ob die Sicherungen einen Sturz heben könnten, wage ich zu bezweifeln. Auch der weitere Weg bis zum Ostgipfel behält die vorherige Steigung bei, wobei das subjektive Sicherheitsgefühl durch die große Anzahl an Bäumen und Latschen verstärkt wird.
Ab dem Ostgipfel sind die Schwierigkeiten vorbei und von nun an bewegt man sich im ständigen Auf und Ab immer auf dem bewaldeten, breiten Grat und erreicht nach weiteren 200 Höhenmeter den höchsten Punkt der Tour, nämlich das Kirchbergköpfel (1943m).
Der Abstieg erfolgt auf der nordseitigen Seite, wo noch einige Schneefelder den Weg zur Magdeburger Hütte zieren. Bei der geschlossenen Hütte – ein Getränkekühlschrank dient als Durstlöscher – hat man die Wahl entweder über den Schleifwandsteig oder über die Nasse Wand + Kranebitter Klamm (Hinweisschild Richtung Rauschbrunnen folgen) abzusteigen. Wir entschieden uns für den landschaftlich reizvolleren Abstieg über die Klamm. Außerdem ist der Steig weniger exponiert als der Schleifwandsteig. Was ein Ausrutscher bei diesem Weg bedeuten könnte, wurden uns an diesem Tag leider besonders gut vor Augen geführt. Bericht aus der TT: http:// http://m.tt.com/home/9328502-91/alpinunf%C3%A4lle-in-tirol-forderten-zwei-todesopfer.csp :/
Wichtig ist es bei der Nassen Wand (nicht zu übersehen^^) per Schotterreisse in die Klamm hinabzusteigen. Zwar kann man dem markierten Weg folgen, jedoch macht man dann ca. 50-70 Höhenmeter zusätzlich. Über das trockene Bachbett gelangten wir dann wieder zu unserem Ausgangspunkt.
Eine schöne, steile Überschreitung 🙂 Man sollte die Steilheit nicht unterschätzen…Andererseits macht dieser Umstand die Runde auch wieder spannender und gehenswerter. Ich kenne keinen Steig in der unmittelbaren Umgebung auf einer so niedrigen Höhe, bei dem es so zur Sache geht.

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

P.S. die Fotos sind vom Rainer. Danke 🙂

Veröffentlicht mit WordPress für Android

Werbeanzeigen

4.8. Trailrun Nordkette

Eine schöne Strecke, wunderbar mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen 🙂 Ich konnte leider nicht die gesamte Strecke durchlaufen, besonders in der Klamm war es sehr schwer. Da liegt viel zu viel Geröll herum, trotzdem ist die wildromantische Klamm immer eine Tour wert.

Bahnhof Kranebitten – Kranebitter Klamm – Aspachhütte – Achselboden – Höttinger Bild – Rauschbrunnen – Bahnhof Allerheiligen ca. 11 km 1200 Höhenmeter